11.4.09 geschafft

Nach 3 anstrengenden 3 Tagen bin ich wieder in Darjeeling angekommen. Mir geht’s, bis auf einen kleinen Schnupfen, gut und ich bin froh, dass ich den Trek gemacht habe. Die Landschaft ist wunderschön, auch wenn das Wetter besser haette sein koennen, aber hier der chronologische Ablauf.

Tag 1

Um 6:30 hat mich mein Guide Siddarth vom Guesthouse abgeholt und wir sind zum Taxistand gegangen. Dort haben sind wir per shared Taxi nach Manebhanjang gefahren, was ungefähr 1,5 Stunden von Darjeeling entfernt ist. Nach einem guten Frühstück sind wir gegen 9 Uhr losgelaufen. Das Wetter war bis dahin super. Sonnenschein und kaum Wolken am Himmel. Leider sollte es nicht so bleiben. Nach 12 km und 1000 Hoehenmetern sind wir gegen 14 Uhr in Tonglu in 3100 m Hoehe angekommen. Das erste Ziel war erreicht. Glücklicherweise haben wir es noch rechtzeitig vor dem einsetzenden Regen bzw Hagel geschafft. Ein älteres Pärchen auf Oxford hat es auch noch geschafft, 2 Pärchen aus Holland bzw Indien nicht. Und sie kamen komplett durchnässt in der Huette an.
In der Huette wurde wir mit Tee und Essen versorgt. Strom gab es keinen und geheizt wurde per Ofen, um den sich alle versammelt haben. Das Essen war wirklich sehr gut, viel besser als ich gedacht haette. Es gab ein 3 Gänge Menu mit einer Suppe, Gemuesecurry mit Reis und eine Art Puddingdessert. Die Unterkunft war einfach aber ausreichend. In meinem Zimmer war kein funktionierender Ofen. Bei ca. 0 Grad Zimmertemperatur habe ich mich dann mit reichlich Decken zugedeckt. Zusätzlich haben wir noch eine Wärmflasche bekommen, die besonders meinen kalten Füssen gut tat. In der Nacht konnte ich nicht besonders gut schlafen. Ich bin immer wieder aufgewacht und es dauerte sehr lang bis ich wieder einschlief.

2.Tag

Gegen 5 Uhr bin ich dann aufgestanden, um den Sonnenaufgang zu sehen. Leider war es wieder sehr bewölkt und die Sicht war sehr eingeschränkt.
Gegen 6 gab es dann Frühstück. Ich hatte Siddarth ausgemacht, dass ich gegen 6:30 starten moechte, um so schnell wie moeglich in der naechsten Station anzukommen. Die Leute in der Huette meinten, dass es sehr wahrscheinlich ist, dass nachmittags wieder regnet. Mein oberstes Ziel war es bloss nicht von oben nass zu werden.
Das Frühstück war wiederum sehr gut. Es gab Porridge und sowas wie Pfannkuchen mit Marmelade.
Wir sind dann los und anfangs auch gut vorangekommen. Nach 6 km haben dann wieder einmal das Land gewechselt. Der ganze Trek führt an der Grenze von Nepal und Indien entlang. Auf dem ganzen Trek haben wir bestimmt 5-6 mal die Grenze hin und her ueberquert und jedesmal Passportkontrolle usw… nervig
Der Weg nach Sandakphu war ca 21 km lang und die letzen 4 km hatten es wirklich in sich. Es ging sehr steil Bergauf. Hinzu kam der kalte Wind der einen das Leben schwer machte. Auf halber Strecke haben wir Mittagspause in einem kleinen Guesthouse in einem Dorf auf der Stecke gemacht. Dort habe ich Yak Fleisch probiert. Relativ zähes Fleisch, der Geschmack ist ok, hat mich aber nicht umgehauen.
Gegen 13 Uhr sind wir dann in Sandakphu angekommen auf 3636 m Hoehe. Es war arschkalt da oben. Ich hab mich dann auch gleich an den Ofen gesetzt und meine durchgeschwitzten Sachen getrocknet. Siddarth war muede und hat sich ins Bett gelegt. Nach ein paar Tassen Tee hab ich auch versucht ein weile zu schlafen.
Gegen halb 4 sind dann auch die anderen langsam eingetrudelt. Das Wetter hatte diesmal gehalten und es ist keiner Nass geworden.
Trotz Ofen lag die Raumtemperatur bei 9 Grad und wir haben dick eingepackt Tabu gespielt, um uns irgendwie zu beschäftigen. Das Essen war wieder sehr gut. In den Tagen auf dem Trek habe ich auch gegessen wie ein Scheuendrescher. Man verbrennt wohl ordentlich Kalorien auf so einer Wanderung.
Gegen halb 10 sind dann alle ins Bett. Ich hab mich wieder mit 3Decken zugedeckt, die mich auch gut warm gehalten haben.

3.Tag

Diesmal habe ich wesentlich besser schlafen koennen. Siddarth hat mich um 5:30 geweckt. Ich bin dann umgehend raus, um Bilder vom Sonnenaufgang zu machen. Leider war es wieder nicht klar genug, um den Everest zu sehen. Zumindest den Khangchendzonga den höchsten Berg in Indien bzw. der dritt hoechste der Welt war gut zu erkennen, auch wenn di e Fotos nicht besonders gut geworden sind, war der Ausblick doch sehr, sehr schoen.
Wir sind dann wieder um 6:30 gestartet. Ueber Nacht hatte es eine wenig geschneit. Glücklicherweise nur wenig Zentimeter, was das Laufen nicht sonderlich behinderte. Wir mussten wieder zeitig los, weil ich um 12 Uhr in Rimbik sein musste, um noch den letzten Jeep nach Darjeeling zu bekommen. Nach Rimbik waren es 22 km und das meisten steil bergab, was meine Knie nicht so toll fanden. Auf dem Weg nach unten war der Schnee schnell verschwunden und man konnte relativ normal laufen. Unterwegs haben wir dann noch ein wildes Yak getroffen, um das wir einen grossen Bogen gemacht haben.
Gegen halb 12 sind wir dann in Rimbik eingetroffen. Nach einem Imbiss sind wir dann mit dem Taxi los. Leider waren keine Sitze „normalen“ Sitzen mehr frei und wir mussten ganz hinten sitzen, wo sich 2 Leute parallel gegenübersitzen. Der Platz ist dort sagen wir äußerst beschränkt. Die Frau mir gegenüber, wusste auch nicht wohin mir ihren Beinen. Meine Staksen hatten schon den ganzen Platz ausgefüllt. Irgendwie haben wir uns aber dann verknotet und es ging.
Es fliegt einen da hinten auch der ganze Staub entgegen, weil alles offen ist.
Naja bis zur ersten Pause nach 1,5 Stunde war noch alles ganz ok. Ich habe einen Tee getrunken und dann gings weiter. Nach ca 2 Stunde Fahrt wurde mir dann etwas übel. Ich weiss nicht, ob es der Tee war oder einfach die Achterbahnfahrt die Serpentinen entlang. Jedenfalls musste ich mich dann irgendwann übergeben. In der Situation kam mir dann entgegen, dass ich ganz hinter sass. Ich konnte gepflegt während der Fahrt nach hinten raus kotzen. Die Leute neben mir haben mich ein wenig komisch angesehen, aber gestört hats keinen. Mir gings danach auch gleich viel besser.
Nach ca 3,5 Stunden sind wir dann in Darjeeling angekommen.
Nachdem ich mein Zugticket für den nächten Tag abgeholt hatte, bin ich direkt ins Hotel und unter die Dusche. Am abend hatte ich mich noch mit Siddarth verabredet. Ich hab ihm zum Dinner eingeladen und wir haben noch ein paar Bier gezischt. Gegen 9 bin ich dann todmüde ins Bett gefallen.
Heute nachmittag geht es dann nach Kalkutta weiter.

28 Responses to “11.4.09 geschafft”

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