22.04.2009 Zurueck ins Getuemmel

Ich fuehle mich mittlerweile wieder gut erholt. Das gute Essen und die Ruhe hier haben mir gut getan und ich bin wieder voller tatendrang. Auch meinem sonnenverbrandten Bauch geht es wieder besser.

In ein paar Stunden verlasse ich Varkala und fliege von Trivandrum nach Mumbai. Das letzte Ziel meiner Reise. Ich habe mir fuer Mumbai absichtich nur einen vollen Tag gegeben, weil ich einfach die Nase voll hab von den grossen Staedten und das muss reichen.
Den morgigen Tag will ich dann noch ausgiebig nutzen, um noch Andenken und Mitbringsel einzukaufen.

Sollte Jemand einen speziellen Wunsch haben, so teilt mir das bitte mit.

19.4.2009 Varkala

Nach der Geschichte mit meinen Geld, bin ich so schnell wie moeglich weg aus Kochi.
Nach 5 Stunden im Zug bin ich in Varkala angekommen. Ein Ort direkt am Meer mit Strand und netten Unterkuenften, genau was ich gesucht habe.

In den letzten 3 Tagen ist dann auch nicht sonderlich viel passiert. Strand, Lesen, Schlafen, Sonnenbrand. Es ist wirklich schoen hier und ich werde wohl die letzten Tage hier verbringen, bevor ich nach Mumbai fliege.
Abends gibs hier super leckeres Seafood. Von Tuna bis Garnelen, alles frisch aus dem Meer und spott billig. Gestern hatte ich baracuda Steak fuer 3 Euro. Ich lass es mir also noch einmal gut gehen bevor es dann bald wieder zurueck geht…

Morgen werde ich ein paar Bilder hochladen.

15.4. Grummel Grummel

Den gestrigen Tag habe ich mit ganz entspannt mit einer Bootsfahrt begonnen. Kochi ist umgeben von vielen kleinen (Halb)Inseln. Die Bootstour ging dann Fort Kochi, eine  Insel auf der einige Sehenswürdigkeiten, wie z.B. chinesische Fischernetze, ein Museum und eine ganz nette Kirche.
Am Nachmittag habe ich ausser Schlafen, Lesen und TV nicht mehr viel gemacht. Mir war recht langeweilig. Die Action sollte dann aber am heutigen Tag folgen.

Ich habe relativ lange geschlafen. Nach dem Frühstück gegen halb 11 habe ich überlegt, was ich heute denn so mache. Lust um gross umher zu laufen hatte ich nicht. Es ist einfach zu schwül hier. Deshalb dachte ich mir wäre eine nette Massage genau das Richtige. Als ich die Leute vom Hotel angesprochen habe, hatten sie auch gleich einen Flyer zur Hand und ich habe einen Termin um halb Eins gemacht.
Als ich dann um kurz vor halb eins mein Sachen gepackt habe und mein Portemonnaie gecheckt habe ist mir aufgefallen, dass es recht dünn ist. Nachdem hinein geschaut habe, war mir auch klar warum. Mein komplettes Geld war weg. Ich kann mir nicht erklären wie es passiert ist, aber irgendwer hat mein komplettes Portemonnaie leer geräumt. Ich hatte es immer dabei wenn ich das Zimmer verlassen habe. Es ist auch recht unwahrscheinlich, dass jemand mein das Portemonnaie klaut, das Geld heraus nimmt und mir das leere Portemonnaie wieder in die Tasche steckt..
Somit muss es im Hotel passiert sein.
Meine Theorie ist, dass Jemand in mein Zimmer gekommen ist als ich entweder geduscht oder geschlafen habe. Da es  ausserhalb des Hotels so lauft ist, schlafe ich auch immer mit Ohrenstöpseln. Es kann somit gut möglich sein, dass jemand in den Raum gekommen ist und ich einfach nichts davon mitbekommen habe..
Nachdem ich den ersten Schreck verdaut hatte, bin ich sofort zur Rezeption und habe die Sache gemeldet und gefordert, dass man die Polizei ruft. Es kam zu einer Diskussion, wo man mir erzählte, dass es unmöglich jemand aus dem Hotel gewesen sein kann. Ich hätte doch schliesslich den Schlüssel zum Zimmer gehabt. Ich hatte die Herren dann mehrfach darum gebeten, dass sie doch bitte die Polizei rufen sollen. Sie fingen immer wieder an zu diskutieren und meinten, dass es mein Problem sei. Nachdem sie mir dann wenigstens ide Nummer der Polizei gegeben haben, wollte ich dann die Polizei vom Hotelapparat anrufen, was man mir aber nicht gestattete. ICh habs dann mit dem Handy versucht und habe auch jemanden erreicht. Leider  konnte der Abnehmende kein Englisch und verstand nicht was ich wollte. Eine zweiter Versuch brachte auch nichts.
Nachdem ich so nicht weiter kam, bin ich zu der Travel Agency gefahren, die mein nächstes Zugticket organisierte. Der Chef dort war mir sehr sympathisch und ich hoffte, dass er mir weiterhelfen könne.
So war es dann auch. Joseph rief für mich die Polizei an und verfasste mich sogar ein Schreiben, mit dem ich dann, in Begleitung zur Polzeiwache gefahren bin. Dort habe ich mein Anliegen noch einmal vorgetragen und ich wurde vertröstet, dass man sich bei mir meldet.
Ich gehe nicht davon aus, dass ich mein Geld noch einmal wieder sehe. Mittlerweile habe ich mich auch wieder etwas beruhigt. Dem Typen in der Rezeption ich am liebsten ein Ding verpasst..
Immerhin es haette mich auch schlimmer treffen koennen. Meine Kreditkarten usw. sind noch alle da. Es fehlen halt umgerechnet 270 Euro, was schon ein wenig weh tut…

13.4.09 Bangalore

Gegen 9 Uhr abends bin ich in Bangalore angekommen.
Es zu beginn auch gleich eine kleine Ueberraschung. Den Airport, der in meinem Buch beschrieben ist, gibt es nicht mehr. Es wurde ein neuer gebaut, der aber nicht wie der alte 8 km von der Stadt weg ist, sondern 50 km ^^
Das gab noch einmal eine saftige Taxirechnung. Hinzu kam noch, dass mich der Taxifahrer übers Ohr gehauen hat. Wie sich nachher herausstellte habe ich den doppelten Preis gezahlt…
Gegen halb 11 bin ich im Hotel angekommen. Nach einer nötigen Dusche bin ich totmüde ins Bett gefallen. Ich musste schliesslich am nächsten Tag wieder zeitig raus, um den naechsten Flug zu bekommen.

Um kurz vor 6 bin ich aufgestanden. Hab meine Sachen gepackt und bin dann los..
Der Manager sagte mir, dass es einen Bus gibt der direkt zum Flughafen fährt. Dies wäre auch die wesentlich günstigere Variante..
Nach ein wenig Suchen habe ich auch die besagte Bushaltestelle gefunden. Einen Busfahrplan gibt es nicht und somit musste ich einfach hoffen, dass bald ein Bus vorbei kommt. Nach 10 min kam dann jemand vorbei und sagte mir, dass ich an der Bushaltestelle eine Strasse weiter warten solle. Der Bus haelt hier nicht..
Auf den Weg zur nächsten Bushaltestelle habe ich dann noch Jemanden gefragt, der mir wiederrum eine andere Auskunft gegeben hat. Schon sichtlich genervt habe ich noch eine vierte Person gefrag, die mir noch was anderes erzaehlt. Danach habe ich aufgegeben. Ich habe den nächsten Tuk Tuk Fahrer gefragt, ob er mich zum Flughafen fahren kann.  Dieser lehnte ab, weil es ihm zu weit. Später erfuhr ich, dass Tuk Tuk nicht auf das Flughafengelände fahren dürfen. Jedenfalls wollte mich der 3 Tuk Tuk Fahrer wirklich transportieren. Der Preis war horrent, aber was blieb mir übrig. Auf der Autobahn zum Airport wurde der Fahrer dann von einem Taxifahrer angesprochen, der ihn dann irgendwie überredet hat, dass es doch sinnvoller waere, dass ich per Auto zum Flughafen zu fahren. Jedenfalls habe ich dann mitten auf der Strasse das Transportmittel gewechselt.
Das Taxi hat mich dann rechtzeitig zum Flughafen gebracht, wo ich gerade den Post schreibe.
In einer Stunde gehts dann weiter nach Kochi. Dort werde ich mich wahrscheinlich in den nächten Tagen aufhalten..

Kalkutta auf Durchreise

Bin heute Morgen um 6 Uhr in Kalkutta angekommen. Da heute abend mein Flieger nach Bangalore geht, habe ich nicht viel Zeit mir die Stadt anzusehen.
Im Bahnhof habe ich zuerst einmal mein Gepäck abgegeben in der Hoffung, dass sie es für die 10 Rupees auch gut bewachen. Mit einem Taxi habe ich mich dann auf den Weg Richtung Kali Tempel gemacht. Laut Reiseführer die heilige Attraktion in Kalkutta. Ich fands einfach nur überfüllt und laut und auch nicht interessant. Zudem wurde ich wieder mit Farbe beschmiert. Dort wird alles und jeder gesegnet der vorbei kommt. Nach 10 min war ich froh, dass ich wieder draussen war. Danach bin ich erstmal was frühstücken gegangen. Gegen 9 bin ich dann in die Innenstadt und habe mich dort ein wenig umgesehen. Ich hatte aber bald genug von der Lärm und der Hitze und habe mich per Tuk Tuk zum Bahnhof fahren lassen, um mein Gepäck abzuholen. Danach bin ich gleich weiter zum Flughafen.
Hier hab ich es mir die letzten 5 Stunden gemütlich gemacht. Klimatisiert und Wifi kostenlos. Was will man mehr :) Die Zeit und die  schnelle Verbindung habe ich auch gleich mal genutzt, um viele, viele Bilder hochzuladen. Ein bischen System habe ich in die Galerie auch gebracht.
Viel Spass beim anschauen.

11.4.09 geschafft

Nach 3 anstrengenden 3 Tagen bin ich wieder in Darjeeling angekommen. Mir geht’s, bis auf einen kleinen Schnupfen, gut und ich bin froh, dass ich den Trek gemacht habe. Die Landschaft ist wunderschön, auch wenn das Wetter besser haette sein koennen, aber hier der chronologische Ablauf.

Tag 1

Um 6:30 hat mich mein Guide Siddarth vom Guesthouse abgeholt und wir sind zum Taxistand gegangen. Dort haben sind wir per shared Taxi nach Manebhanjang gefahren, was ungefähr 1,5 Stunden von Darjeeling entfernt ist. Nach einem guten Frühstück sind wir gegen 9 Uhr losgelaufen. Das Wetter war bis dahin super. Sonnenschein und kaum Wolken am Himmel. Leider sollte es nicht so bleiben. Nach 12 km und 1000 Hoehenmetern sind wir gegen 14 Uhr in Tonglu in 3100 m Hoehe angekommen. Das erste Ziel war erreicht. Glücklicherweise haben wir es noch rechtzeitig vor dem einsetzenden Regen bzw Hagel geschafft. Ein älteres Pärchen auf Oxford hat es auch noch geschafft, 2 Pärchen aus Holland bzw Indien nicht. Und sie kamen komplett durchnässt in der Huette an.
In der Huette wurde wir mit Tee und Essen versorgt. Strom gab es keinen und geheizt wurde per Ofen, um den sich alle versammelt haben. Das Essen war wirklich sehr gut, viel besser als ich gedacht haette. Es gab ein 3 Gänge Menu mit einer Suppe, Gemuesecurry mit Reis und eine Art Puddingdessert. Die Unterkunft war einfach aber ausreichend. In meinem Zimmer war kein funktionierender Ofen. Bei ca. 0 Grad Zimmertemperatur habe ich mich dann mit reichlich Decken zugedeckt. Zusätzlich haben wir noch eine Wärmflasche bekommen, die besonders meinen kalten Füssen gut tat. In der Nacht konnte ich nicht besonders gut schlafen. Ich bin immer wieder aufgewacht und es dauerte sehr lang bis ich wieder einschlief.

2.Tag

Gegen 5 Uhr bin ich dann aufgestanden, um den Sonnenaufgang zu sehen. Leider war es wieder sehr bewölkt und die Sicht war sehr eingeschränkt.
Gegen 6 gab es dann Frühstück. Ich hatte Siddarth ausgemacht, dass ich gegen 6:30 starten moechte, um so schnell wie moeglich in der naechsten Station anzukommen. Die Leute in der Huette meinten, dass es sehr wahrscheinlich ist, dass nachmittags wieder regnet. Mein oberstes Ziel war es bloss nicht von oben nass zu werden.
Das Frühstück war wiederum sehr gut. Es gab Porridge und sowas wie Pfannkuchen mit Marmelade.
Wir sind dann los und anfangs auch gut vorangekommen. Nach 6 km haben dann wieder einmal das Land gewechselt. Der ganze Trek führt an der Grenze von Nepal und Indien entlang. Auf dem ganzen Trek haben wir bestimmt 5-6 mal die Grenze hin und her ueberquert und jedesmal Passportkontrolle usw… nervig
Der Weg nach Sandakphu war ca 21 km lang und die letzen 4 km hatten es wirklich in sich. Es ging sehr steil Bergauf. Hinzu kam der kalte Wind der einen das Leben schwer machte. Auf halber Strecke haben wir Mittagspause in einem kleinen Guesthouse in einem Dorf auf der Stecke gemacht. Dort habe ich Yak Fleisch probiert. Relativ zähes Fleisch, der Geschmack ist ok, hat mich aber nicht umgehauen.
Gegen 13 Uhr sind wir dann in Sandakphu angekommen auf 3636 m Hoehe. Es war arschkalt da oben. Ich hab mich dann auch gleich an den Ofen gesetzt und meine durchgeschwitzten Sachen getrocknet. Siddarth war muede und hat sich ins Bett gelegt. Nach ein paar Tassen Tee hab ich auch versucht ein weile zu schlafen.
Gegen halb 4 sind dann auch die anderen langsam eingetrudelt. Das Wetter hatte diesmal gehalten und es ist keiner Nass geworden.
Trotz Ofen lag die Raumtemperatur bei 9 Grad und wir haben dick eingepackt Tabu gespielt, um uns irgendwie zu beschäftigen. Das Essen war wieder sehr gut. In den Tagen auf dem Trek habe ich auch gegessen wie ein Scheuendrescher. Man verbrennt wohl ordentlich Kalorien auf so einer Wanderung.
Gegen halb 10 sind dann alle ins Bett. Ich hab mich wieder mit 3Decken zugedeckt, die mich auch gut warm gehalten haben.

3.Tag

Diesmal habe ich wesentlich besser schlafen koennen. Siddarth hat mich um 5:30 geweckt. Ich bin dann umgehend raus, um Bilder vom Sonnenaufgang zu machen. Leider war es wieder nicht klar genug, um den Everest zu sehen. Zumindest den Khangchendzonga den höchsten Berg in Indien bzw. der dritt hoechste der Welt war gut zu erkennen, auch wenn di e Fotos nicht besonders gut geworden sind, war der Ausblick doch sehr, sehr schoen.
Wir sind dann wieder um 6:30 gestartet. Ueber Nacht hatte es eine wenig geschneit. Glücklicherweise nur wenig Zentimeter, was das Laufen nicht sonderlich behinderte. Wir mussten wieder zeitig los, weil ich um 12 Uhr in Rimbik sein musste, um noch den letzten Jeep nach Darjeeling zu bekommen. Nach Rimbik waren es 22 km und das meisten steil bergab, was meine Knie nicht so toll fanden. Auf dem Weg nach unten war der Schnee schnell verschwunden und man konnte relativ normal laufen. Unterwegs haben wir dann noch ein wildes Yak getroffen, um das wir einen grossen Bogen gemacht haben.
Gegen halb 12 sind wir dann in Rimbik eingetroffen. Nach einem Imbiss sind wir dann mit dem Taxi los. Leider waren keine Sitze „normalen“ Sitzen mehr frei und wir mussten ganz hinten sitzen, wo sich 2 Leute parallel gegenübersitzen. Der Platz ist dort sagen wir äußerst beschränkt. Die Frau mir gegenüber, wusste auch nicht wohin mir ihren Beinen. Meine Staksen hatten schon den ganzen Platz ausgefüllt. Irgendwie haben wir uns aber dann verknotet und es ging.
Es fliegt einen da hinten auch der ganze Staub entgegen, weil alles offen ist.
Naja bis zur ersten Pause nach 1,5 Stunde war noch alles ganz ok. Ich habe einen Tee getrunken und dann gings weiter. Nach ca 2 Stunde Fahrt wurde mir dann etwas übel. Ich weiss nicht, ob es der Tee war oder einfach die Achterbahnfahrt die Serpentinen entlang. Jedenfalls musste ich mich dann irgendwann übergeben. In der Situation kam mir dann entgegen, dass ich ganz hinter sass. Ich konnte gepflegt während der Fahrt nach hinten raus kotzen. Die Leute neben mir haben mich ein wenig komisch angesehen, aber gestört hats keinen. Mir gings danach auch gleich viel besser.
Nach ca 3,5 Stunden sind wir dann in Darjeeling angekommen.
Nachdem ich mein Zugticket für den nächten Tag abgeholt hatte, bin ich direkt ins Hotel und unter die Dusche. Am abend hatte ich mich noch mit Siddarth verabredet. Ich hab ihm zum Dinner eingeladen und wir haben noch ein paar Bier gezischt. Gegen 9 bin ich dann todmüde ins Bett gefallen.
Heute nachmittag geht es dann nach Kalkutta weiter.

7.4.09 Arrangements

Ich habe den Tag heute ruhig angehen lassen. Gegen 10 Uhr bin ich aus dem Bett und bin ein wenig WIndowsshopping gegangen.

Nach einem leckeren Mittag hab ich mich dann entschieden das Trekking zu buchen.
Es geht morgen um 6 Uhr los. Vorbereitend darauf habe ich mir noch ein paar Sachen besorgt teilweise hab ich mir was ausgeliehen, ein paar Sachen hab ich mir auch gekauft, weils hier einfach super günstig ist.

Ausserdem hab ich mich um den weiteren Transport gekuemmert. SObald ich hier in den Darjeeling ferti gbin, gehts in den Sueden, um in den letzten Tagen noch ein wenig Sonne zu tanken.
Jetzt freue ich aber auf den Trek morgen und hoffe, dass das Wetter hält. Heute war die meiste Zeit Sonnenschein. Also Daumendrücken…

Am Freitag gibts dann ein update über dden Trek.

6.4.09 in den Wolken

Die Zugfahrt nach Siliguri verlief ziemlich entspannend und ohne grosse Verzögerungen.
Um nach Darjeeling zu gelangen, muss man sich eine Fahrkarte fuer einen Jeep besorgen, der losfährt, wenn alle Plätze verkauft sind. Und darin liegt das Problem. Ich war der Zweite, der eine Fahrkarte kaufte und musste nun warte, dass weitere Passagieren kommen. Der Verkäufer meinte, dass es vielleicht eine halbe Stunde dauert bis genug Fahrgäste da sind. In der Zeit bin ich dann schnell was frühstuecken gegangen. Als ich nach einer halben Stunde wieder da war, waren 3 von 11 möglichen Plätzen verkauft. Um die Sache etwas beschleunigen habe ich 2 weitere Plätze gekauft, damit hatte ich Sitzbank neben dem Fahrer für mich allein, was sich später noch als sehr sinnvoll herausstellen sollte. Glücklicherweise kam weitere 30 min später ein ganzer Schwung und das Auto war dann recht schnell voll und es konnte losgehen.
Die 80 km Strecke nach Darjeeling dauerte ungefähr 3 Stunden. Ich war froh, dass ich Vorne etwas mehr Platz hatte als die anderen Passagiere, die sich zusammenquetschen mussten. Darjeeling liegt in 2100 m Höhe, somit ging es die ganze Fahrt auf Serpentinen nach oben. Die Aussicht während der Fahrt war grandios, auch wenn ich manchmal Muffensausen hatte, wenn der Fahrer wieder einen halben Meter am Abgrund entlang fuhr.
In Darjeeling angekommen musste ich erstmal mein Hotel finden, dass ich ein paar Tage zuvor gebucht hatte. Durch ein bischen rumfragen habe ich es dann aber schnell gefunden.
Das Hotel ist das mit Abstand teuerste was ich der Zeit hier genommen habe. Ich zahle ungefähr 18 Euro die Nacht. Dafür habe ich aber ein wirklich schönes grosses Zimmer mit Kamin, der zwar nicht funktioniert aber gut aussieht. Ausserdem habe ich vom Balkon aus einen super Ausblick in das Tal.
Das Personal ist auch super freundlich und sie bringen einen sogar eine Wärmflasche für die Nacht.

Als ich hier ankam, habe ich das erste mal seit ich in Indien bin wieder Socken und eine lange Hose angezogen. Die Temperaturen liegen hier im Moment bei ca 16 Grad. Eine angenehme Abwechslung zu der Hitze in den letzten Tagen.

Darjeeling ist u.a. bekannt für seinen Tee. Um die Stadt herum sieht man viele Teeplantagen. Heute Vormittag bin ich in eine Teefabrik gegangen und habe mir das Verarbeiten der Teeblätter erkläre lassen. Sehr interessant und unglaublich aufwendig und sehr schlecht bezahkt. Die Pflückerinnen verdienen am Tag um die 3-4 Euro..

Danach bin ich den Zoo gegangen. Nicht besonders gross aber interesante Tiere. Es gibt hier sogar Schneeleoparden. Super schoene Tiere.

Zuletzt hab ich mir dann noch das Bergsteiger Museum angesehen. Tenzing Norgay hat hier lange Zeit gelebt und war lange Zeit der Direktor des Himalayan Mountaineering Institute in Darjeeling. In dem Musem sind viel Originalgegenstände zu sehen, die Tenzing und Edmund Hillary bei ihren Aufstieg 1953 dabei hatten. Sehr interessant.

Der eigentlich wichtigste Grund, warum ich nach Darjeeling gekommen bin ist, dass hier sehr gute Moeglichkeitenfür Trekkingtouren gibt. Leider macht mir im Moment das Wetter einen Strich durch die Rechnung. Es hat gestern der halben Tag geregnet und in der Nacht gabs sogar ein Gewitter.  Sehr interessant wenn man sich auf 2000 m höhe direkt im Gewitter befindet.
Es gibt nicht weit von Daarjeeling einen 5 Tagestrek, der bis auf 3700m hinaufführt und von dem man bei klarer Sicht die 4 höchsten Berge der Welt sehen kann.
Ich war gestern bei einem Trekkingguide und habe mich mal erkundigt, ob es möglich ist, die ganze Sache auf der 3 Tage zu verkürzen. 5 Tage sind mir einfach zu viel. Der Guide meinte, dass man etwas weglassen kann und man an den 3 Tagen etwas mehr laufen müsse, um das zu schaffen.
Das Problem ist das Wetter, was hier in Darjeeling noch als Regen ankommt ist da oben Schnee.
Die Trekkingfirma kann mir Hose und Jacke usw. stellen. Leider hab ich nur Turnschuhe dabei, die wenns trocken bleibt ausreichen. Bei Regen oder Schnee hab ich ein Problem..
Ich werde noch eine Nacht drüber schlafen und hoffen, dass sich das Wetter bessert. Aber eigentlich ist die Entscheidung schon gefallen.

4.4.2009 Varanasi in einem Tag

Viele Hindus pilgern nach Varanasi, um ihre Suenden im Wasser des Ganges weg zu waschen oder ihre toten Familienangehoeringen zu verbrennen.  Viele Alte pilgern auch hier her, um hier zu sterben, da der Tod hier Befreiung vom ewigen Kreislauf von Leben und Tod verspricht.
Die damit verbundenen Rituale spielen sich an den entlang des Ganges liegen Ghats ab. Dies sind im Prinzip nichts weiter als Treppen die in den Ganges führen. Es gibt rund 80 verschieden Ghats hier, die oftmals verschiedene spirituelle, religioese Bedeutungen haben.  Z.B. werden nur an wenigen bestimmten Stellen Koeper verbrand.
Jeden Morgen findet ein kunterbuntes Schauspiel statt, bei dem sich tausende zum Gangesaufmachen, um im Ganges zu beten (puja) oder einfach ihrer Morgentoilette nachgehen.

Gestern Morgen bin ich also um 5 aufgestanden und habe mir das Spektakel von der Flussseite angesehen. Insgesamt waren wir zu 6 auf dem Boot, ein spanisches Pärchen und 2 Cubaner, und sind einmal an allen Ghats und vorbei und wieder zurück. Das Ganze dauerte ca 2 Stunden und hat Spass gemacht. Eigentlich wollte ich auch mal im Ganges baden, aber die Chance dafür hab ich wohl in vertan. Hier in Varanasi ist das Wasser so dreckig, dass mans  nicht nur sieht sondern auch riecht. Aber ganz offensichtlich scheinen die Einheimischen der Verschmutzung gegenüber immun zu sein.
Tagsueber ist es hier echt schweineheiss. Um die Mittagszeit um die 35 Grad mit hoher Luftfeuchtigkeit. Ich habe mich mit meinen weiteren Aktivitäten, dann auch etwas zurückgehalten. Zunächst wollte ich noch einen goldenen Tempel besuchen, ich bin aber auf halben Weg steckengeblieben in einer Traube von Menschen, die da alle hinwollten. Ein Rickshaw Fahrer sagte mir dann, dass ein Festival stattfindet und die Leute deshalb alle auf dem Weg dorthin sind…
Ich beschloss dann die Sache ausfallen zu lassen, stattdessen hab ich mich auf den Weg zum goldenen M gemacht. Ich konnte nicht widerstehen… Mich interessierte auch, ob die hier wirklich Beefburger verkaufen. Nun weiss ichs, sie tun es natuerlich nicht. Es gab aber neben dem Vegi und Tofu Burger auch einen Chicken Burger. Hab davon 2 genuesslich inhaliert. Mein erstes Fleisch seit fast 2 Wochen.
Das McDo Restaurant befand sich in unmittelbarer Naehe zu einer Mall und weil ich nichts bessere vor hatte bin ich da mal rein. Zu meinem Erstaunen war ich fast allein da. Fuer die meisten Inder sind die Preise fuer die meist westliche Artikel nicht zu bezahlen und haben somit auch kein Interesse an den Shops. Ich habe die Gunst genutzt und bin gemuetlich durch die Geschaefte. Die Auswahl war jetzt nicht riesengross, aber immerhin habe sogar ich was fuer mich gefunden. Nachdem ich den letzten 2 Wochen festgestellt hatte, dass es mit eineinhalb kurzen Hosen auf Dauer schwierig wird, wurde ich bei Adidas fuendig.

Am abend, als es nicht mehr so heiss war, bin ich noch einmal entlang der Ghats spazieren gegangen. An  der Manikarnika Ghat hab ich mich ein weilchen hingesetzt und mit einem Studenten hier aus Varanasi geplauert, waehrend dessen habe ich dem Brennen der Scheiterhaufen zugeschaut. Wenn man nicht wuesste, dass da Menschen eingeäschert werden, haette das fast etwas Romantisches. Gluecklicherweise stand der Wind günstig und man konnte nichts riechen. Nach 3-4 Leichen hab ich mich dann wieder auf den Weg gemacht. Ich war hungig geworden und  bin noch einmal ins Hotelrestaurant eingekehrt…
Heute abend geht’s fuer mich schon wieder weiter. Ich hab das Zugticket schon in der Tasche. Der Zug geht um halb 7. Es erwarten ich wieder 14h.. Es geht wieder Richtung Osten. Zielort Darjeeling auf 2000m Hoehe. Dort möchte ich wandern gehen und mir die Teeplantagen anschauen..
Neue Infos gibt’s wieder, wenn ich da bin.

2.4.2009 In Varanasi

Sollte jemand den Eintrag von gestern auch nur fuer eine Sekunde ernst genommen haben, dann freue ich mich darueber :)
Natuerlich war das nur ein Aprilscherz und nichts davon ist war. Ich find die Geschichte aber gar nicht so schlecht :) Trotzdem sry, falls sich jemand unnoetig sorgen gemacht hat..

Mir gings gestern schon wesentlich besser und beschloss noch am selber Tag den Zug nach Varanasi zu nehmen. Leider fuhr der Zug erst im halb 9 abends und ich musste den Tag ja irgendwie rumkriegen und landete im Internetcafe ?
Nachmittags war ich dann noch in Tempel zu dem man per Seilbahn gelangt. Der Tempel an sich hat mich nicht umgehauen, aber die Aussicht auf die Stadt und den Ganges war von dort oben recht schön.
Den ganzen Tag ueber musste ich nicht auf die Toilette und ich dachte die Sache ueberstanden zu haben. Leider zu frueh gefreut. Nachdem der Zug ungefähr eine Stunde unterwegs war, machten sich meine Gedärme wieder bemerkbar und ich musste das stille Oertchen aufsuchen. Western style Toiletten gibt es nicht, bleibt nur das Hinhocken, was für mich eine ziemlich große koordinative Herausforderung war. Es ist gar nicht so leicht sich über diese Loch zu hocken, an dem Angstgriff festzhalten, um nicht durch das Wackeln des Zuges umzukippen und sich dann noch irgendwie den Hintern abzuwischen..

Nach gut 22 Stunden und 4 geschmeidigen Stunden Verspaetung bin ich in Varanasi angekommen. Gott sei dank hatte ich schon am Tag vorher ein Hotel gebucht und auch gleich einen Abholservice arrangiert, der dann auch wirklich da war. Viel gemacht habe ich an dem abend nicht. Eine Dusche und was gegessen. Morgen gehts dann schon wieder zeitig raus. Um5:30 steht eine Bootsfahrt auf dem Ganges an… Mehr morgen.